
„Die größten Grausamkeiten, die an Tieren verübt werden, werden von Menschen begangen, die sich für zivilisiert halten.“
-Isaac Bashevis Singer-
Kotuntersuchung beim Igel – Warum sie in der Pflege so wichtig ist
Die Aufnahme eines verletzten oder geschwächten Igels ist der erste Schritt auf dem Weg zur Genesung – doch nicht jeder Schaden ist von außen sichtbar. Besonders bei Fundigeln, die abgemagert, geschwächt oder tagaktiv sind, spielen innere Belastungen eine entscheidende Rolle. Eine der wichtigsten diagnostischen Maßnahmen in der Igelpflege ist daher die Kotuntersuchung. Sie liefert wertvolle Hinweise auf den Gesundheitszustand des Tieres – und ist oft lebensrettend.
Viele Igel tragen Parasiten in sich, ohne dass diese sofort sichtbar wären. Lungenwürmer, Darmhaarwürmer, Kokzidien oder Lungenhaarwürmer können das Tier stark schwächen, zu Blutarmut, Durchfall, Appetitlosigkeit, Atemproblemen und langfristig zum Tod führen. Besonders Jungigel sind betroffen, da ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist.
Eine Kotprobe gibt Aufschluss über:
• Wurmbefall (z. B. Capillaria, Crenosoma)
• Einzeller wie Kokzidien oder Giardia
• Hinweise auf Verdauungsprobleme oder Organstörungen
• die allgemeine Darmflora und Futterverwertung
Die Kotuntersuchung ist kein „Extra“, sondern ein essenzieller Bestandteil verantwortungsvoller Igelpflege. Sie hilft nicht nur, Krankheiten frühzeitig zu erkennen, sondern schützt auch andere Pfleglinge in der Station – und spart langfristig Leid, Zeit und Kosten.
Wer Igel rettet, trägt Verantwortung. Eine Kotuntersuchung ist ein einfacher, aber entscheidender Schritt auf dem Weg zu einem gesunden Leben in Freiheit.
